Jede Domain in diesem Portfolio steht ohne Preis im Katalog. Das ist Absicht. Ein Domainname ist ein einzelnes Asset, das sich nicht wiederholen lässt, und was er für seinen Inhaber leistet, unterscheidet sich von Käufer zu Käufer. Ein fester Listenpreis würde eine Lending-Plattform, die einen europäischen Launch vorbereitet, genauso behandeln wie einen Gründer, der an einem Wochenende eine Idee testet. Make-Offer lässt den Preis dem Projekt folgen.

Dieser Artikel erklärt, was das in der Praxis bedeutet: was Käufer typischerweise abwägen, bevor sie ein Angebot machen, wie das Angebot selbst abgegeben wird und wie ein vereinbarter Verkauf abgewickelt wird.

Warum es keinen Listenpreis gibt

Preislisten funktionieren für austauschbare Güter. Domainnamen sind nicht austauschbar: Es gibt genau eine bitcoinwealthoffice.com, und ihr Nutzen hängt davon ab, wer sie hält und was darauf entsteht. Für den einen Käufer wird der Name zum Zentrum einer neuen Marke. Für den anderen schützt er eine bestehende. Für einen dritten vervollständigt er ein Set aus Länderendungen. Jede dieser Situationen führt zu einem anderen, begründeten Angebot.

Make-Offer nimmt außerdem beiden Seiten das Rätselraten ab. Käufer müssen nicht deuten, ob eine gelistete Zahl eine Verhandlungsposition oder ein letztes Wort ist, und das Gespräch beginnt beim Projekt des Käufers statt bei einem Preisschild.

Faktor 1: Einsatzzweck

Ausgangspunkt ist das Projekt selbst. Soll die Domain die Hauptmarke tragen, eine Produktlinie, eine Länderseite oder eine Kampagne? Wird sie die Adresse, die Kunden eintippen, der Name auf einem Lizenzantrag oder eine defensive Registrierung, die nur weiterleitet? Eine Domain, die zur Hauptadresse eines regulierten Unternehmens wird, spielt eine andere Rolle als eine, die eine Schreibvariante absichert — und Käufer richten ihr Angebot an dieser Rolle aus.

Faktor 2: Markenfit

Die zweite Frage ist, ob der Name eine Marke über Jahre tragen kann. Käufer prüfen meist einige Punkte:

  • Aussprechbarkeit: Lässt sich der Name am Telefon nennen und ohne Buchstabieren korrekt eintippen?
  • Branchensignal: Sagt er einem Kunden, was das Unternehmen tut? bitcoinwealthoffice.com benennt seine Kategorie in drei Wörtern.
  • Sprache und Markt: Passt die Sprache des Namens zu den Kunden? Ein deutsches Wort auf einer .de-, .at- oder .ch-Endung spricht den deutschsprachigen Markt direkt an; ein englischer Name auf .com richtet sich an ein internationales Publikum.
  • Tonalität: Wirkt der Name auf einem Vertrag, in einem Pitch-Deck und in einer Pressemitteilung gleichermaßen stimmig?
Heuristik: Wenn Sie den Namen im Gespräch mit einem konservativen Bankier nennen können, ohne ihn zu erklären, passt er zu einer Finanzmarke.

Faktor 3: Das Namens-Set

Viele Namen im Portfolio sind auf mehreren Endungen gehalten — derselbe Name auf .com, auf Länderdomains wie .de, .ch oder .at und teils auf .org oder .app. Wer in mehr als einem Markt tätig werden will, wägt ab, ob er das ganze Set auf einmal sichert. Das Set in einer Transaktion zu übernehmen, schließt die Lücken, die Lookalike-Seiten und Domain-Squatter sonst nutzen würden, und erspart spätere Einzelverhandlungen für jede Endung.

Das ist die Idee hinter den Bundles. Bundle 07 (Bitcoinbank21-Set) fasst die Endungen von bitcoinbank21.* zusammen, sodass ein Angebot das gesamte Set abdecken kann. Angebote sind für einen einzelnen Namen oder für ein ganzes Bundle möglich; im Gespräch klärt sich, welche Endungen zum Projekt gehören.

Faktor 4: Timing

Der Zeitpunkt prägt ein Angebot stärker, als viele Käufer erwarten. Ein Name, der vor einem Launch, einer Finanzierungsrunde oder einem Markteintritt gesichert wird, lässt sich vom ersten Tag an in die Marke einbauen. Ein Name, der erst nach dem Launch erworben wird, muss oft eine Adresse ersetzen, die Kunden, Investoren und Presse bereits verwenden. Vorausschauende Käufer machen ihr Angebot deshalb, solange die Marke noch entsteht — und behalten ihre Pläne für sich, bis die Domain ihnen gehört.

Auf unserer Seite läuft keine Uhr. Wir veranstalten keine Auktionen, setzen keine Fristen und versehen Angebote nicht mit einem Ablaufdatum.

Wie ein Angebot abgegeben wird

Ein Angebot beginnt mit dem Kontaktformular auf der Domain- oder Bundle-Seite oder auf der Startseite. Die hilfreichsten Angebote enthalten drei Dinge:

  • Den Namen oder das Bundle — und bei einem Namens-Set, welche Endungen enthalten sein sollen.
  • Den geplanten Einsatz — ein, zwei Sätze zu Projekt und Markt. Das hilft, das Angebot richtig einzuordnen, und wird vertraulich behandelt.
  • Das Angebot selbst — den vorgeschlagenen Betrag und die Währung, dazu etwaige Bedingungen, etwa zum Zeitpunkt des Transfers.

Von dort an ist der Ablauf ein Gespräch. Wir antworten mit einer Zusage, einem Gegenvorschlag oder einer Rückfrage, und die Einigung entsteht aus diesem Austausch, in dem beide Seiten ihre Überlegungen offenlegen. Ein erstes Angebot mit Kontext — auch eines, das nicht unverändert angenommen wird — bringt ein Gespräch meist weiter als eine Zahl ohne Begründung.

Wie ein vereinbarter Verkauf abgewickelt wird

Steht der Preis fest, wird der Verkauf über Escrow.com abgewickelt. Zahlung und Domain-Transfer laufen so über eine neutrale Stelle, statt auf gegenseitigem Vertrauen zwischen Käufer und Verkäufer zu beruhen. Eine Zahlung in Bitcoin kann vereinbart werden. Die einzelnen Schritte beschreibt der Escrow-Leitfaden; Prüfung und Vorbereitung behandelt der Käufer-Leitfaden.

Was das in der Praxis bedeutet

Make-Offer ist kein Verhandlungstrick. Es sorgt dafür, dass jeder Verkauf das Projekt widerspiegelt, dem er dient. Wenn ein Name oder ein Bundle zu Ihren Plänen passt, beschreiben Sie den Einsatzzweck, entscheiden Sie, ob das Namens-Set dazugehört, bedenken Sie Ihr Timing — und senden Sie ein Angebot. Passt es, finden beide Seiten einen Preis. Passt es nicht, sparen beide Seiten Zeit.